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Entwicklung einer zentralen Plattform für Networking-Aktivitäten

Was war unser Auftrag?

Beauftragt wurden wir von einem interdisziplinären und international aufgestellten Wissenschafts- und Entwicklungszentrum. Dieses Zentrum dient als Knotenpunkt für die Zusammenarbeit zwischen hunderten Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und hat sich der Aufgabe verschrieben, Innovationen durch gezielte Vernetzung und Wissenstransfer voranzutreiben.

Das Zentrum benötigte ein zentrales Werkzeug, das sämtlichen Networking-Aktivitäten eine klare Struktur verleiht und diese revisionssicher, transparent und DSGVO-konform dokumentiert. Ziel war es, eine Plattform zu schaffen, die sowohl die Verwaltung von Beziehungen als auch die Nachvollziehbarkeit von Interaktionen deutlich vereinfacht.

Die Kernanforderungen des Auftrags umfassten:

1.       Die Strukturierung in vier klar definierte Datenbereiche: Unternehmen (Firmen, Institute und Organisationen) Kontakte, Fälle und Aktivitäten.

2.       Leistungsfähige Filter- und Suchfunktionen, um relevante Informationen in Sekunden zu finden.

3.       Anhänge und Nachweise, die direkt mit Aktivitäten verknüpft und jederzeit abrufbar sind.

4.       Ein öffentliches Expertennetzwerk, das ausgewählte Kontakte als Teilmenge für Außenstehende zugänglich macht.

Welche Ziele hatten wir im Blick?

Für die Umsetzung des Projekts standen mehrere zentrale Ziele im Fokus:

  • 360°-Sicht auf Beziehungen: Die Plattform sollte alle Interaktionen mit einer Organisation an einem Ort bündeln, um vollständige Transparenz zu gewährleisten.

  • Usability first: Eine intuitive Benutzeroberfläche mit einer "Zero-Learning-Curve" sollte sicherstellen, dass die Plattform von Tag eins an ohne größere Schulungen genutzt werden kann.

  • Skalierbarkeit: Die Datenbank-Architektur sollte so gestaltet sein, dass zukünftige Module oder Erweiterungen problemlos integriert werden können.

  • Datenschutz und Sicherheit: Die Speicherung und Verarbeitung der Daten musste DSGVO-konform erfolgen, um höchsten Datenschutzstandards zu genügen.

  • Schnelle Auswertungen: Tools wie Filter, Tagging, Volltextsuche und Excel-Exports sollten es ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit relevante Informationen zu extrahieren.

  • Öffentliche Sichtbarkeit: Das Expertennetzwerk sollte als Widget oder Embed teilbar sein, um die Reichweite der Plattform zu erhöhen.

 

So haben wir das gelöst

Für die Umsetzung haben wir auf einen modularen Ansatz gesetzt, der den spezifischen Anforderungen des Kunden gerecht wird.

Der Tech-Stack umfasste unser eigenes Python-Framework DAISIE für die Backend-Entwicklung, PostgreSQL als Datenbank und SQLAlchemy ORM für die Datenmodellierung. Dieser Stack gewährleistete eine robuste und performante Grundlage für die Plattform.

Die Plattform wurde in vier klar abgegrenzte Core-Module unterteilt, die die Datenbereiche "Unternehmen", "Kontakte", "Fälle" und "Aktivitäten" abbilden. Diese Module sind durch präzise definierte Relationen miteinander verknüpft, um eine konsistente und nachvollziehbare Datenstruktur zu schaffen.

Eine leistungsfähige Filter-Engine wurde implementiert, die Multi-Select-Filter, Volltextsuche, Datumsfilter und Tagging kombiniert. Diese Funktionen ermöglichen schnelle und präzise Suchvorgänge, selbst bei großen Datenmengen.

Für das Datei-Handling wurde ein objektbasiertes Storage-System integriert. Dateien, wie Meeting-Protokolle oder Präsentationen, können hochgeladen werden, während ihre Metadaten in der Datenbank gespeichert werden. Vorschau- und Download-Funktionen stellen sicher, dass die Dateien jederzeit leicht zugänglich sind.

Die Anforderungen an ein öffentliches Expertennetzwerk wurden durch die Möglichkeit erfüllt, ausgewählte Kontakte als teilbare Teilmenge bereitzustellen. Dies kann über Widgets oder Embeds auf externen Webseiten angezeigt werden und bietet so eine erhöhte Reichweite für das Netzwerk.

Ergebnis und Mehrwert

Die fertiggestellte Plattform bietet dem Wissenschafts- und Entwicklungszentrum erstmals eine einheitliche und skalierbare Lösung für das Relationship-Management. Alle Interaktionen mit Partnern werden lückenlos dokumentiert, was eine ideale Grundlage für Förderanträge und Projektberichte schafft.

Durch das teilbare Expertennetzwerk konnte die Reichweite des Zentrums deutlich erhöht werden. Gleichzeitig ermöglicht die Plattform schnelle und präzise Auswertungen, was die Effizienz der Mitarbeitenden erheblich steigert.

Dank der modularen Architektur ist die Lösung zukunftssicher. Neue Kategorien, Funktionen oder Reports können innerhalb kürzester Zeit hinzugefügt werden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Mit dieser Lösung hat das Zentrum ein Werkzeug erhalten, das den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie nachhaltig beschleunigt. Gleichzeitig entlastet es die Mitarbeitenden und gibt ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Innovationsarbeit.

 

Über den Autor

Paul Wettstein lenkt bei der FIDA die digitalen Marketingbereiche SEO, SEA und Social Ads in die richtige Spur. Als begeisterter Radsportler kombiniert er Ausdauer, Strategie und den Blick fürs Detail – Qualitäten, die ihn sowohl auf der Straße als auch in der digitalen Welt auszeichnen.

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